Schon vor den Pfingstferien erreichte die Klasse 4a nach kurzem, reibungslosem Fußmarsch das Jugendzentrum der Stadt Lichtenfels, wo sie von Eddy und seinem Team herzlich mit einem zweiten Frühstück willkommen geheißen wurde. Schnell waren vier Teams gebildet und es ging an die verschiedenen Aufgaben.
Eine Gruppe hatte immer jeweils Pause, wo aber keine Langeweile aufkam, denn die Kinder konnten sich mit den offenen Angeboten des JUZ beschäftigen, also kickern, skaten, musizieren, Billard spielen oder einfach nur chillen.
Eine Aufgabe war das Entkommen aus dem „Escape room“. Nur durch clevere Zusammenarbeit war es möglich, die im Raum versteckten Codes und Schlüssel zu finden und so zu kombinieren, dass alle Schlösser geöffnet werden konnten um aus dem Raum zu entkommen. Von Eddies Team wurde wenig geholfen, sondern eher noch Zeitdruck aufgebaut um die Spannung zu erhöhen. Zwei Gruppen konnten dann tatsächlich entfliehen.
Eine zweite Anforderung bestand darin eine „Firma“ zu gründen, die mit vorgegebenen Materialien einen Schutzmechanismus für ein rohes Ei konstruieren sollte, das einen Sturz aus großer Höhe heil überstehen sollte. Begleitend dazu drehten die Kinder einen kurzen Werbespot, wo sie sich vorstellten und für ihre „Firma“ warben. Beim abschließenden Test wurde das getunte Ei aus dem 1. Stock auf die Straße geworfen und tatsächlich war eine Gruppe erfolgreich und das Ei blieb unversehrt.
Und die dritte Challenge bestand in der Überwindung eines „gefährlichen“ Moores, wobei nur drei Teppichfließen als Trittsteine für die ganze Gruppe zur Verfügung standen. Erschwerend kam hinzu, dass noch diverse Gegenstände eingesammelt werden mussten und das Ganze unter Zeitdruck ablief. Es war nötig, einen gemeinsamen Plan zu entwerfen, die Aufgaben klar zu verteilen und konstruktiv zusammenzuarbeiten. Es gelang allen Gruppen, wenn auch unterschiedlich schnell, das Moor zu überwinden.
Die ganze Aktion lief offiziell als „den Zusammenhalt fördernde Maßnahme“, aber letztendlich hat es allen einfach nur unheimlich Spaß gemacht … und damit ist das Ziel des Angebots zu 100% erreicht.
Danke an das JUZ-Team!
Text: Peter Hüttner Fotos: Monika Heublein
Eierfall/ EGG Drop
Und darum geht’s im „Great Egg Drop“: Die Gruppe bekommt ein einzelnes rohes Hühnerei, Trinkhalme, eine Rolle Klebeband, eine Schere, Luftballon Zeitung, Schnur, Band und dazu den Auftrag, gemeinsam das rohe Ei zu verpacken. Um das Ei herum muss eine Fallmaschine entwickelt und gebaut werden, die das Ei beim Sturz aus dem ersten Stock eines Hauses unversehrt hält.
Wenn das Ei verpackt wird, wird das Ei im Fernsehen durch die Kinder gemeinsam vorgestellt. Anschließend muss es den Fall aus dem 1. Stockwerk überleben.
Die Kinder lernen hier gemeinsam Lösungen zu finden und diese gemeinsam umzusetzen. Wichtig ist das Gemeinschaftserlebnis, im Team miteinander an einer Aufgabe und deren Lösung zu arbeiten. Die Kinder lernen, dass jeder Vorschlag – erscheint er auf den ersten Blick auch noch so unsinnig – zumindest in Betracht gezogen und von der gesamten Gruppe hinsichtlich des Aussicht auf Erfolg durchdiskutiert wird.
Durch diese Erfahrung werden die Teilnehmer darin bestärkt, auch bei sonstigen Gemeinschaftsaufgaben ihre Ideen vorzutragen, so unsinnig sie auf den ersten Blick auch erscheinen mögen. Davon profitieren sie nicht nur in der Schule, sondern auch im Beruf. Denn bewertet wird in aller Regel nicht einzig und allein das Ergebnis, den ein Vorschlag zur Folge hatte. Mindestens ebenso wichtig ist, dass sich jeder Beteiligte Gedanken über die Aufgabe und deren Lösung macht. Auch Vorschläge, die letztlich nicht zum Ziel führen, werden dahingehend berücksichtigt. Wer Engagement zeigt, auch wenn es in eine falsche Richtung geht, wird in aller Regel positiv bewertet.
Text: Monika Heublein Fotos: Monika Heublein
Sumpfmonster
Spielebeschreibung
Das Spiel Sumpfmonster ist ein Kooperationsspiel. Nur gemeinsam können die Kinder bei diesem Spiel gewinnen und die Aufgabe meistern.
Zu Beginn bekommt jeder Teilnehmer ein Stück Pappe bzw. Fliese. Die Aufgabe besteht nun darin, dass alle Gruppenteilnehmer gemeinsam auf den Fliesen einen Sumpf überqueren müssen, in dem ein gefährliches Sumpfungeheuer wohnt.
Die Teilnehmer müssen schnell sein, denn wenn sie eine Fliese hinlegen und nicht sofort betreten, versinkt diese im Sumpf und diese Fliese ist auch für die anderen Teilnehmer verloren. Das gilt auch, wenn der nächste Spieler nicht schnell auf die Fliese folgt.
Die Gruppe muss herausfinden, wie sie am schnellsten vorwärtskommt. Der erste legt eine Fliese vor sich, tritt drauf und lässt sich die Fliese vom Hintermann geben. Legt diese also wieder ein Stück vor sich und tritt sofort auf diese vorderste Fliese. Der Hintermann folgt auf die freie Fliese. Vom nächsten Hintermann (oder Hinterfrau) wird die nächste Fliese nach vorne gereicht usw. usw.
Teilnehmer, die in den Sumpf mit irgendeinem Körperteil treten, werden vom Sumpfmonster gefressen und müssen zurück zum Start. Einen Sieger gibt es nicht, denn alle Teilnehmer müssen den Sumpf heil überqueren, wenn sie diese Aufgabe lösen wollen. Wenn irgendwann im Verlauf des Spiels die Fliesen knapp werden, sollten sich die Teilnehmer in einer kleinen Pause eine bessere gemeinsame Strategie überlegen und einen neuen Versuch starten. Vielleicht müssen hin und wieder auch einmal 2 Personen auf einer Fliese stehen – natürlich ohne diese Fliese zu übertreten.
Text und Fotos. Monika Heublein
Escape Room
Eingesperrt in einem Raum, der einen abgeschlossenen Ort symbolisiert (ein Schloss, ein Piratenschiff, eine ägyptische Pyramide, ein Gefängnis, ein ferner Planet usw.), müssen die Teilnehmenden zusammenarbeiten, um die Rätsel zu analysieren und zu lösen. Schaffen sie es innerhalb einer begrenzten Zeit zu entkommen?
Text und Fotos: Monika Heublein
Bayerisches Staatsministerium für